Warmpackung einzelner oder mehrerer Körperteile
Definition: Behandlung durch Wärmeleitung mittels erhitzter Paraffin- bzw. Paraffin-Peloid-Gemischen oder mit wasserhaltigen Peloiden, z. B. Moor, Pelose, Fango oder Schlick. Zur Aufbereitung der Packungen sind spezielle Aufbereitungsanlagen notwendig. Bei Verwendung von Paraffin- bzw. Paraffin-Peloid-Gemischen kann die Packungsmasse nach entsprechender Definition durch mindestens vierstündiges Erhitzen auf 130° C mehrfach wiederverwendet werden.

Bei der Anwendung von Moor-, Pelose-, Fango- oder Schlickpackungen kann das Packungsmaterial nur für denselben Patienten wieder verwendet werden, sofern es in geeigneten und namentlich gekennzeichneten Behältern aufbewahrt wurde.

Schädigungen/Funktionsstörungen:
Schmerzen im Bereich des Bewegungssystems, bei Akzeptanz intensiver Wärme.
Muskelverspannungen, insbesondere in den Bereichen Rücken und großer Extremitätengelenke.
Störungen der Dehnfähigkeit muskulärer und bindegewebiger Strukturen.
Störungen der Durchblutung und des Stoffwechsels.
Leistung:
Aufbereitung der Packung je nach Art des Packungsmaterials.
Behandlung eines Körperteils oder mehrerer Körperteile entsprechend der Befunderhebung bei unterschiedlicher Lagerung.
Auftragen oder Anmodellieren der Packung am Körper des Patienten unter Beachtung des subjektiven Temperaturempfindens des Patienten.
Umhüllen mit Plastikfolie, Leintuch sowie Wolldecke.
Ggf. Anlage von kühlen Kompressen auf die Stirn und die linke Brust bei Beengungsgefühlen, ggf. leichte Lösung der Packung in der Brustregion.
Überwachung des Patienten.


schliessen